Das Thema ist in diesem Blog nicht neu: die Absicherung der eigenen Arbeitskraft.
In
der öffentlichen Wahrnehmung steht zwar (und das wiederum insgesamt nicht zu
Unrecht) das Stichwort "Altersvorsorge" im Vordergrund, allerdings ist
dies m. E. eine etwas unvollständige Sichtweise, denn...
...wer ist in der Lage, für das Alter zu sparen, wenn kein Arbeitseinkommen mehr erzielt werden kann?
Das Handelsblatt hat in einem älteren Artikel das Thema noch einmal aufgegriffen. Ein gewichtiger Problempunkt bei Berufsunfähigkeitsversicherungen ist oftmals die so genannte Gesundheitsprüfung des Antragstellers - der Versicherer will schließlich genau wissen, wie hoch das Risiko ist, das er decken soll.
Angesichts der großen Summen, die bei einer festgestellten Berufsunfähigkeit insgesamt geleistet werden, wundert das nicht. Mittlerweile ist es nicht mehr einfach, "unbeschadet" durch die Gesundheitsprüfung zu kommen. Die Annahmepolitik, insbesondere von Qualitätsversicherern, ist recht rigide und oftmals werden Risikozuschläge erhoben oder mögliche Leistungsbereiche (z. B. Rückenerkrankungen) ganz ausgeschlossen.
Eine Lockerung der Annahmekriterien ist nicht in Sicht, dies würde tendenziell zu einer Erhöhung der Prämien führen. Der Wettbewerb im Markt der Berufsunfähigkeitsversicherer ist hoch und deswegen wird jeder Anbieter streng auf seine Kalkulation achten.
Seit einiger Zeit sind daher Angebote zu beobachten, deren Gesundheitsprüfung weniger strikt ist. Aber hier gilt: gekocht wird von allen nur mit Wasser. Will sagen, dass einem nichts geschenkt wird. Ein Vertrag, der mit abgespeckter Risikoprüfung abgeschlossen werden kann, wird im Ernstfall ein geringeres Leistungsspektrum haben, weil bspw. nicht alle Krankheiten abgedeckt sind. Wer also mit solchen Angeboten liebäugelt, sollte genau wissen, was er tut. Es handelt sich auf jeden Fall nicht um eine Berufsunfähigkeitsversicherung im engeren Sinne. Um die im Markt angebotenen Versicherungsmodelle beurteilen zu können, sollte der Verbraucher die Dienste eines unabhängigen Maklers in Anspruch nehmen, der eine passende Absicherung empfehlen kann, die den persönlichen Umständen entspricht.
Ebenfalls zur ergänzenden Lektüre empfohlen sei der oben erwähnte Handelsblatt-Artikel oder diese Beiträge hier im Blog:
Facts zum Thema Berufsunfähigkeit, die jeder kennen sollte
Wie Berufsunfähigkeit die persönliche Finanzplanung über den Haufen werfen kann
Berufsunfähigkeit - nicht nur ein Thema für erwerbstätige Erwachsene
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